Abteilung Judo - Die Sportart Judo

Im Internet gibt es zahlreiche Erklärungen zu diesem Begriff. Eine besonders gute ist bei Wikipedia zu finden. Hier Auszüge vom genannen Link:

Judo ist eine japanische Kampfsportart und bedeutet „Der sanfte Weg“ oder  auch der „Grundsatz des Nachgebens“.

„Erfunden“ wurde der Judo 1882 von Jigoro Kano (1860–1938), der aus der Selbstverteidigungsform Jiu-Jitsu die gefährlichen Griffe, Schläge und Tritte herausnahm. Judo besteht heute hauptsächlich aus Wurf-, Fall- und Boden-Techniken. Kano entwickelte ein System (mit 2 Prinzipien), bei dem mit minimalem eigenem Krafteinsatz die größtmögliche Wirkung erzielt werden soll. Die Kraft des Gegners wird dabei geschickt ausgenutzt: sein Zug wird mit Druck, sein Druck mit Zug beantwortet, man bringt ihn so aus dem Gleichgewicht: "SIEGEN durch NACHGEBEN".

Prinzip 2: „Seiryoku zenyo“ oder: „Der bestmögliche Einsatz von Körper und Geist.“ Partner oder Freunde können miteinander kämpfen, ohne sich zu verletzen. Dabei lernen sie durch Rücksicht, sich gegenseitig zu respektieren und zu achten, um ein Ziel schneller zu erreichen.

Prinzip 1: „Jit kyoei“ oder: „Das gegenseitige Helfen und Verstehen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen.“

Beim Wettkampf versucht jeder Judoka durch Anwenden von Würfen seinen Gegner mit Kraft und Schwung auf den Rücken zu werfen (Ipponwertung), ihn eine gewisse Zeit im Haltegriff festzuhalten (25 Sekunden) oder ihn durch Hebel- oder Würgetechniken zur Aufgabe zu zwingen. Der Kampf ist beendet, sobald einer der Kämpfer einen vollen Punkt (Ippon), zwei Halbpunkt (Waza-ari) oder nach Ablauf der Kampfzeit (je nach Alter bei Kindern nach 2 oder 3 Minuten, bei Erwachsenen 5 Minuten, Ü 30=3 Minuten) die meisten Punkte erzielt hat.

Judo ist aber nicht nur Wettkampfsport. Auch durch das Ablegen von Gürtelprüfungen kann jeder „sein“ Judo betreiben. Dabei wird zwischen Schüler- (Kyu) und Meistergraden (Dan) unterschieden. Für jeden Gürtel sind eine bestimmte Vorbereitungszeit und die Techniken vorgeschrieben. Um einen nächst höheren Gürtel tragen zu dürfen, muss eine Prüfung abgelegt werden. Für herausragende Leistungen im Wettkampfbereich oder Arbeiten im Verband können Gürtel auch verliehen werden. Aber: der 1. Dan (erster Schwarzgurt) wird nie verliehen! Ab dem 6. Dan (rot-weiß) werden die Gürtel nur noch verliehen. Der 10. Dan ist die höchste Graduierung.

In jedem Fall hat jeder Einzelne beim Judotraining bestimmten Regeln zu folgen, den sog. Judowerten. Diese Werte machen Judo zu einem besonderen Sport, denn es geht vor allem darum, mit dem Partner zusammen zu trainieren und erst später um ein faires Kräftemessen.

Nicht jeder Judoka muss auch Wettkämpfer sein. Kondition, Kraft und Beweglichkeit werden nicht vorausgesetzt, sondern nach und nach aufgebaut. Judo bietet somit auch als Ausgleichssport viele Möglichkeiten, um persönliche und sportliche Erfolgserlebnisse zu erzielen. Gerade im fortgeschrittenen Alter bieten Techniktraining und Gürtelprüfungen (Kata) viele Varianten einer sinnvollen sportlichen Beschäftigung. Judo ist nach Ansicht vieler Pädagogen ein hervorragendes Mittel, den Stress des Alltags abzubauen und für Kinder besonders gut geeignet. Nebenbei werden Eigenschaften wie Fairness, Rücksichtnahme, Höflichkeit, Kameradschaft und Konzentrationsfähigkeit als charakterbildende Elemente durch Judo gefördert, die gerade Kindern z. B. in der Schule sehr zugute kommen.